Unter den Linden 16    ·     72762 Reutlingen    ·     Tel. 0 71 21 - 33 95 26    ·     Fax 0 71 21 - 34 02 61    ·     Email: info@aoz-reutlingen.de

Dr. Armin Schwaiger

Dr. Thomas Wagner

Dr. Carmen Linares-Kellig



Sprechzeiten:

Montag08:00 - 16:00
Dienstag08:00 - 16:00
Mittwoch08:00 - 16:00
Donnerstag08:00 - 16:00
Freitag08:00 - 13:00


Warum muss vor einer Narkose eine Aufklärung erfolgen?

Im Rahmen des Aufklärungsgesprächs erheben wir anhand eines speziellen Fragebogens die für die Durchführung Ihrer Betäubung wesentlichen Informationen. Dazu gehören Vorerkrankungen, Allergien, Medikamente, die sie regelmäßig einnehmen etc.

Aufgrund dieser Informationen schlagen wir Ihnen dann ein auf Sie persönlich abgestimmtes Betäubungsverfahren vor und erklären Ihnen ausführlich die Vorgehensweise. Hier haben Sie auch Gelegenheit, Fragen zur Betäubung zu stellen. Das alles dient Ihrer Information und ist die Grundlage für Ihre Einwilligung in die Anästhesie.

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Warum muss ich mein Kind zum Aufklärungsgespräch für seine Narkose mitbringen?

Ihr Kind wird im Rahmen des Aufklärungsgesprächs von uns untersucht. Deshalb muss es zu diesem Termin selbst anwesend sein. Zusätzlich bekommen unsere kleinen Patientinnen und Patienten am OP-Tag von ihren Eltern ein spezielles Betäubungspflaster auf die Haut geklebt, damit das Anlegen der Infusionsnadel nicht schmerzhaft ist. Wir erklären Ihnen beim Aufklärungsgespräch genau, wo und wie dieses Pflaster platziert werden muss, damit die gewünschte Wirkung erzielt wird.

Außerdem hilft der Gesprächstermin in vielen Fällen, Kindern die möglicherweise vorhandene Angst vor der Narkose zu nehmen oder gar nicht erst entstehen zu lassen. Die persönliche Begegnung ist hierbei sehr hilfreich.

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Warum muss ich vor einer Narkose nüchtern sein?

Im wachen Zustand besitzt jeder Mensch sogenannte Schutzreflexe, die im Falle des Erbrechens dafür sorgen, dass kein Magensaft in die Atemwege gelangt. Diese Schutzreflexe werden bei einer Vollnarkose vorübergehend ausgeschaltet. Damit besteht während einer Vollnarkose die Möglichkeit, dass Magensaft in die tiefen Atemwege (Bronchien und Lungenbläschen) gerät und z.B. eine Lungenentzündung hervorruft. Daher ist ein leerer Magen Voraussetzung für die Durchführung einer Vollnarkose.

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Wie lange muss ich vor einer Narkose nüchtern sein?

Für die Nüchternheit gelten folgende Regeln:
  • Feste Nahrung (auch Kaugummi, Bonbons o.ä.) dürfen Sie in den letzten 6 Stunden vor Beginn der Narkose nicht mehr zu sich nehmen.
  • Bis 4 Stunden vor Narkosebeginn ist das Trinken von Wasser oder Tee (ohne Zucker) erlaubt. Auch schwarzer Kaffee (also Kaffee ohne Milch) ist erlaubt.
  • Zähneputzen ist in diesem Zusammenhang unproblematisch.
  • Auch Rauchen stellt keine Verletzung des Nüchternheitsgebots dar. Das soll Sie aber keineswegs vom Nichtrauchen abhalten.
  • Falls Sie nach Absprache mit uns am OP-Tag Medikamente einnehmen müssen, dürfen Sie das zu einem beliebigen Zeitpunkt tun, sofern Sie Ihre Tabletten mit wenig Wasser (z.B. 2 bis 3 Schluck) einnehmen.

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Muss ich zum Narkosegespräch nüchtern sein?

Nein, zum Aufklärungsgespräch müssen Sie nicht nüchtern erscheinen. Wir führen keine Blutentnahmen oder andere Maßnahmen durch, die Nüchternheit erfordern. Falls solche Maßnahmen notwendig sein sollten, werden Sie auf unsere Veranlassung hin z.B. von Ihrem Hausarzt oder Ihrer Hausärztin vorgenommen.

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Welche Rolle spielt es für die Narkose, ob ich mich vegetarisch oder vegan ernähre?

Insbesondere bei veganer Ernährung (also bei Verzicht auf tierische Nahrungsmittel wie z.B. Milch, Milchprodukte, Eier) kann im Laufe einiger Jahre ein Vitamin-B-Mangel eintreten, der zunächst keinerlei Symptome oder Beschwerden hervorruft. Unter der Einwirkung bestimmter Narkosemedikamente können solche Beschwerden jedoch auftreten (z.B. Lähmungserscheinungen infolge einer gestörten Funktion der Nervenfasern). Bei veganer Ernährung verzichten wir deshalb auf solche Substanzen.

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Wann soll ich am OP-Tag zu meinem Eingriff erscheinen?

Sie bekommen den genauen OP-Termin und die Zeit, zu der Sie für den geplanten Eingriff erscheinen sollen, vom jeweiligen Operateur ein bis zwei Tage vor dem Operationstag, oft auch schon viel früher, genannt. Bei Unklarheiten können Sie gerne bei uns oder beim Operateur nachfragen.

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Muss ich Medikamente, die ich regelmäßig zu mir nehme, auch am OP-Tag einnehmen?

Bestimmte Medikamente, z.B. die meisten Präparate gegen hohen Blutdruck, Asthmamedikamente, Antiepileptika und Schilddrüsen-Medikamente, sollten auch am OP-Tag ohne Unterbrechung eingenommen werden. Wie hier vorzugehen ist, besprechen wir mit Ihnen detailliert beim Aufklärungsgespräch für die Betäubung.

Vor allem bei blutverdünnenden Substanzen (ASS, Marcumar, Clopidogrel etc.), bei Präparaten, die gegen Sodbrennen wirken, und bei Medikamenten, die wegen einer bestehenden Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) eingenommen werden, gelten besondere Regeln, die wir Ihnen ebenfalls beim Aufklärungsgespräch erklären. Auch deshalb ist dieses Gespräch ein wichtiger Bestandteil der Vorbereitung für eine sichere Anästhesie.

Wenn Sie also regelmäßig Medikamente einnehmen, ist es für uns wichtig zu wissen, welche Präparate dies sind. Bringen Sie deshalb zum Aufklärungsgespräch bitte eine Medikamentenliste oder die Packungen Ihrer Medikamente mit. Es reicht nicht aus, wenn Sie uns mitteilen, dass Sie "eine Blutdruck-Tablette" oder "etwas wegen Zucker" einnehmen ...

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Welche ärztlichen Untersuchungen und Befunde werden vor einer Narkose oder einer örtlichen Betäubung benötigt?

Beim Aufklärungsgespräch erheben wir anhand eines speziellen Fragebogens die für die Einschätzung Ihres Gesundheitszustandes wesentlichen Informationen. Zusätzlich führen wir eine körperliche Untersuchung durch. Wenn sich dabei Anhaltspunkte dafür ergeben, dass bestimmte weiterführende Untersuchungen nötig sind, werden wir das mit Ihnen besprechen. Hierbei kann es sich z.B. um spezielle Blutuntersuchungen, um ein EKG, eine Röntgenaufnahme, eine Lungenfunktionsprüfung oder spezielle Ultraschalluntersuchungen handeln.

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Was muss ich zu meiner ambulanten Operation/Narkose mitbringen?

  • Bitte kommen Sie in bequemer Kleidung. Sie sollten keine zu engen Kleidungsstücke tragen. Langärmlige Oberbekleidung müssen Sie im OP ablegen. Deshalb sollten Sie darunter möglichst ein Unterhemd oder T-Shirt tragen.
  • Falls Laborwerte, ein EKG oder andere Untersuchungsbefunde vorhanden sind, sollten Sie diese Unterlagen auch zum Eingriff mitbringen.
  • Wurden Sie von uns aufgefordert, bestimmte Medikamente (z.B. Asthma-Spray) oder Ihr Blutzuckermessgerät (bei Zuckerkrankheit) zum Eingriff mitzubringen, sollten Sie auch daran denken.
  • Falls das Anästhesie-Aufklärungsgespräch ausnahmsweise erst am Operationstag geführt wird, sollten Sie den Anästhesie-Aufklärungsbogen fertig ausgefüllt mitbringen.
  • Die Person, die Sie bei uns abholt, sollte telefonisch erreichbar sein. Bitte bringen Sie die Telefonnummer mit, damit wir Ihre Abholung veranlassen können.
  • Bei gynäkologischen Eingriffen sollten Sie bitte dicke Damenbinden mitbringen.
  • Wenn Sie vom Operateur gebeten wurden, z.B. spezielles Verbandsmaterial oder Spritzen zur Vorbeugung einer Thrombose mitzubringen, denken Sie bitte daran, diese Dinge bei sich zu haben, wenn Sie zur Operation kommen.
  • Bringen Sie bitte Ihre Versichertenkarte mit, falls Sie bei einer gesetzlichen Krankenkasse versichert sind.

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Warum ist die Überwachung der Atmung und der Herz-/Kreislauffunktion so wichtig?

Alle Organe benötigen Sauerstoff. Diesen Sauerstoff bezieht der Organismus aus der Umgebungsluft, die infolge unserer Atemtätigkeit in die Lungen strömt. Dort tritt der Sauerstoff ins Blut über und wird mit dem Blutkreislauf zu den Organen transportiert. Das Herz ist aufgrund seiner Pumpfunktion der Motor des Blutkreislaufes.

Narkosemedikamente beeinflussen sowohl die Atmung als auch die Funktion des Herz-Kreislauf-Systems und damit die Sauerstoffversorgung des Organismus. Solche Schwankungen sind unbedenklich, solange sie in einem tolerablen Bereich stattfinden. Das geschieht übrigens auch außerhalb einer Narkose im normalen Wachzustand: Atmung und Herzschlag können sich beschleunigen oder verlangsamen, der Blutdruck kann steigen oder sinken, ohne dass dies negative Folgen hat.

Um während einer Narkose eine stabile Sauerstoffversorgung aller Organe sicherzustellen, führen wir eine kontinuierliche Überwachung der Herz-, Kreislauf- und Atmungsfunktion durch. Zudem sorgen wir dafür, dass Änderungen dieser Funktionen nur in einem akzeptablen Umfang auftreten. Die Überwachung ist damit ein wesentlicher Faktor für Ihre Sicherheit während der Narkose.

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Wie lange muss ich nach meiner Operation warten, bis ich nach Hause entlassen werden kann?

Ihre Entlassung nach Hause setzt voraus, dass Sie nach einer Vollnarkose wieder vollständig wach sind, dass Sie keine starken Schmerzen haben und dass die sogenannten Vitalfunktionen (Herz-/Kreislauffunktion, Atmung und Wachheit) stabil sind. Außerdem sollten Sie Flüssigkeit trinken können, ohne dass es zu Übelkeit kommt.

Im allgemeinen erfolgt die Entlassung ungefähr zwei Stunden nach dem Ende der Narkose, in manchen Fällen aber auch früher. Bestimmte Eingriffe erfordern allerdings eine längere Überwachungszeit, so dass die Entlassung entsprechend später stattfindet. Sobald Sie Ihren OP-Termin haben, können wir Ihnen den voraussichtlichen Entlassungszeitpunkt nennen, damit Sie Ihre Abholung nach Hause und die dortige Betreuung verlässlich regeln können.

Falls Sie eine Operation in örtlicher Betäubung hatten und dabei keine Narkose- oder sonstigen Schlafmittel bekommen haben, dürfen Sie normalerweise direkt nach dem Eingriff und ggf. nach Anlage eines Wundverbandes nach Hause abgeholt werden.

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Was muss ich nach einer ambulanten Narkose beachten?

Wenn Sie nach Ihrer Operation wieder nach Hause entlassen werden, dürfen Sie auf keinen Fall selbst fahren (oder laufen) - Sie müssen in unserer Praxis abgeholt werden. Die Abholung kann auch durch ein Taxiunternehmen erfolgen. Öffentliche Verkehrsmittel kommen für die Heimfahrt nicht in Frage. Bitte begeben Sie sich direkt nach Hause, erledigen Sie also keine Besorgungen auf dem Nachhauseweg.

Bitte beachten Sie in diesem Zusammenhang, dass Ihre Verkehrstauglichkeit nach einer Narkose für bis zu 24 Stunden vermindert sein kann. Deshalb dürfen Sie in diesem Zeitraum nicht aktiv am Straßenverkehr teilnehmen - auch nicht als Fußgänger.

Weiterhin sollten Sie während dieser 24-stündigen Periode keine Verträge unterschreiben. Ihr Urteilsvermögen gilt als eingeschränkt, so dass Ihre Unterschrift ungültig ist. Sollten Sie dennoch eine Unterschrift leisten, kann diese angefochten werden.

Zuhause dürfen Sie bis zum nächsten Morgen nicht alleine sein. Es muss eine erwachsene Person bei Ihnen sein, die Sie ggf. unterstützen oder z.B. ein Telefonat für Sie führen kann. Wenn diese Voraussetzung nicht erfüllt ist, können Sie leider nicht ambulant operiert werden.

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Welche Probleme können nach einer ambulanten Narkose zuhause auftreten?

Sie werden erst dann von uns nach Hause entlassen, wenn medizinischen Probleme nicht mehr zu erwarten sind. Dennoch kann es in seltenen Fällen z.B. zu Übelkeit oder Erbrechen kommen. Solange dies nur ein- oder zweimal auftritt, ist im allgemeinen keine besondere Behandlung erforderlich. Andernfalls setzen Sie sich bitte telefonisch mit uns in Verbindung - wir sind immer für Sie erreichbar.

Zur Vermeidung von Schwindel sollten Sie auch zuhause auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr achten. Sie dürfen jederzeit trinken und essen. Auch hier gilt: Bei anhaltenden Beschwerden setzen Sie sich bitte telefonisch mit uns in Verbindung.

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Wie erreiche ich einen Narkosearzt oder eine Narkoseärztin des Ambulanten OP-Zentrums, wenn ich nach einer Betäubung zuhause medizinische Fragen habe?

Falls im Anschluss an Ihre Operation zuhause Fragen oder Probleme auftreten, sind wir rund um die Uhr für Sie erreichbar. Sie erreichen uns telefonisch im Ambulanten OP-Zentrum. Außerhalb unserer Sprechzeiten erfahren Sie per Anrufbeantworter-Ansage die Telefonnummern, unter denen Sie mit uns Kontakt aufnehmen können, um fachärztlichen Rat zu erhalten.

Sollten Sie spezielle Fragen zum Eingriff haben, wenden Sie sich bitte direkt an Ihren Operateur, der Ihnen hierfür ebenfalls seine Kontakt-Telefonnummer hinterlässt.

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